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26.10.2026

LKA NRW warnt: Betrüger geben sich als Bundeszentralamt für Steuern aus

Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (LKA NRW) warnt vor einer Betrugswelle mit gefälschten E-Mails im Namen des Bundeszentralamts für Steuern (BZSt). Kriminelle täuschen darin offene Steuerforderungen, angebliche Verstöße gegen Offenlegungspflichten oder sogar drohende Kontopfändungen vor, um Geld oder sensible Daten von den Empfängern zu erlangen.

Nach einer Sonderauswertung des LKA NRW wurden zwischen 2025 und Ende September 2026 mehr als 570 vollendete und versuchte Taten registriert. Entsprechende Anzeigen gingen bei nahezu allen Polizeibehörden in Nordrhein-Westfalen ein.

Die Täter verwenden das Logo und die Bezeichnung des Bundeszentralamts für Steuern und versenden häufig E-Mails mit pdf-Anhängen. Darin werden etwa vermeintliche Ordnungsgelder wegen nicht offengelegter Umsatzzahlen oder Verspätungszuschläge für fehlende Steuererklärungen geltend gemacht. Die geforderten Beträge bewegen sich meist im dreistelligen Euro-Bereich.

Seit Ende August 2026 ist zudem eine Variante bekannt, bei der Empfänger mit angeblichen Pfändungsbeschlüssen unter Druck gesetzt werden. Andere Nachrichten fordern zur Eingabe von Steuer-Identifikationsnummern oder Bankdaten auf, angeblich im Zusammenhang mit Steuererstattungen oder Prüfungen. In einer weiteren Masche versprechen die Betrüger einen angeblichen Lottogewinn von 765.000 Euro, für dessen Auszahlung zunächst vermeintliche Steuerschulden beglichen werden sollen.

Die Polizei rät, Zahlungsaufforderungen sorgfältig zu prüfen, keine verdächtigen Anhänge oder Links zu öffnen und niemals sensible Daten aufgrund unaufgeforderter E-Mails preiszugeben. Wer bereits Geld überwiesen hat, sollte umgehend seine Bank informieren und Anzeige erstatten. Das BZSt weist ebenfalls auf entsprechende Betrugsversuche hin.

Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen, PM vom 23.10.2026